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Question Organisches Platin

  • V8-König
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Re: Subject

18 Aug 2006 11:03
#1
Meine Ersterfahrungen mit MoS2-Zusatz zum Motorenöl habe ich in meinem ersten eigenen Auto 1984 gemacht, VW 1500 Halbautomatik, bei unbekannter Laufleistung (in jedem Fall über 100 000 km)reduzierte sich der Ölverbrauch auf akzeptable 0,3-0,4 L/1000 km. Deshalb verwende ich es auch noch heute. Da man ja aber keine Parallelerfahrungen ohne Zusatz gemacht hat, würde diese Erfahrung wissenschaftlichen Kriterien nicht entsprechen. Ich kann also nicht sagen, ob Fahrweise und Pflegementalität entscheidender als der Zusatz waren oder MoS2-Zugabe ausschlaggebend war.
Grüße
Andreas v.d.L.-A.

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  • SOEG
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Re: Subject

17 Aug 2006 18:38
#2
Ich fahre seit mind. 10 - 15 Jahren mit Teflon im Motoroel bei SM und Dyane. Bei beiden reduzierte sich der Oelverbrauch und beide gaben keinen blauen Qualm nach dem Anlasse von sich. Ein kleines Fläschchen reicht für mind. 10.000 km.

Ob die Leistung sich erhöhte weiss ich nicht. Gefühlsmässig ja. Mit der dyane war ich in Peking und komme gerade heute von einer 3000 km-Tour zurück. Oelverbrauch jetzt 1/2 Liter 20W-50. Bei einer Laufleistung von 200.000 km ! Der Tacho zeigt auf der Autonahn 130 km/h. Die anderen Teilnehmer sprachen nur von der "Flugente" und wollten nicht glauben, dass dort ein Originalmotor drin war.

Also ich kann Teflon nur empfehlen. Aber nicht übertreiben, sonst klumpt das nur.
LG Fred

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Re: Subject

13 Aug 2006 07:56
#3
Davon habe ich gehört,z.B. auch zum Ausgleich von verschlissenen Kolbenoberflächen. War ´mal ein großer Bericht in der MARKT.Echte Langzeiterfahrungen (über Jahre) lagen damals aber noch nicht vor.
Grüße
Andreas

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  • Carsten
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Re: Subject

12 Aug 2006 10:10
#4
...man kann heute schon solche Teile Oberflächenbeschichten. Aber das muss dann draussen geschehen, nicht einfach ins Öl kippen. Kostet für nen Motor komplett so um die 1000 E. Bringt 4-8% weniger Reibung.

Carsten

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Subject

12 Aug 2006 08:41
#5
Ich dachte, das Thema Teflonzusatz schon ´mal gelesen zu haben, konnte es aber nicht wiederfinden. Deshalb also neues Thema.
Viel mehr als Glauben habe ich leider auch nicht zu bieten. Zwar hat man ja zur Einführung dieses Zusatzes reichlich "unabhängige" Tests beigesteuert, die uns die Reibungsminderung
zeigen sollten. Ich habe daraufhin Teflon in das Tatra-Schaltgetriebe gefüllt (leicht schaltbar ist dieses Getriebe nämlich nicht, da Tatra in erster Linie LKW-Hersteller war und ist) und denke, es war eine Verbesserung. Ein Schaden ist auch nach mehrjährigem Einsatz nicht festzustellen. Meines Wissens soll aber beim Zusatz zum Motoröl eine einmalige Zugabe für 50 oder 100 Tkm (?, war zumindest bei Slick 50 so) ausreichen. Und damit habe ich meine Schwierigkeiten, ebenso mit dem Ausdruck "dauerhafte Gleitbeschichtung", denn einfach zum Öl zugeben kann nicht die gleiche Wirkung haben wie die feste Beschichtung einer Bratpfanne z.B. . Jetzt aber zu den Grundlagen:
Wie ein Vorgänger des PTFE, und zwar der Festschmierstoff MoS2, haben die Moleküle, die aber bei Teflon wesentlich größer sind, überwiegend negative elektrische Ladung an der Oberfläche, gesamtbetrachtet sind sie neutral. Damit stoßen sich ab und verhindern ihren Zusammenschluss zu größeren Aggregaten. Es leuchtet ein, dass eine Verstopfung von Ölkanälen ausgeschlossen sein müsste. Ferner sind beide Stoffe auch bei höheren Temperaturen noch stabil und zersetzen sich nicht, bei MoS2 geht das bis 450 °C, bei Teflon ist mir die Zahl nicht bekannt, daher die bekannten Notlaufeigenschaften, die uns in den Motoren in kritischen Bereichen ja so wichtig sind.
Und jetzt die Ernüchterung: Nach Untersuchungen, die vor längerer Zeit im MARKT zu lesen waren, hat man doch Ansammlungen von MoS2 im Motor gefunden, allerdings nur bei Überdosierung. Können Verbrennungsrückstände im alternden Motorenöl vielleicht die negative Oberflächenladung ausgleichen /"neutralisieren"? Ich weiß es nicht.
Auch wenn ich selbst MoS2 im Motor schon seid 2 Jahrzehnten verwende, denke ich, dass es mehr mein Gewissen beruhigt (und die Hersteller freut), als dass es dem Motor wirklich hilft.
Denn es bleibt die Frage, warum nicht mehrere Hersteller diese Zusätze gleich zugeben, wenn sie denn so gut sind. Und der Hinweis zu teuer gilt nicht; das Autofahren ist doch eh schon dramatisch teurer geworden und wir akzeptieren es (notgedrungen-oder suchen Alternativen).

Wegen der Gefahr der Überdosierung halte ich mich bei MoS2 jedoch an eine alte Angabe des Herstellers Molykote: 3% Zusatz zum Motorenöl, 5% bei Getriebeöl, und kann von negativen Auswirkungen nicht berichten. Über verschleißmindernde Zusätze hat man sich interessanterweise schon in den 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts Gedanken gemacht: Damals rührte man Graphit ins Motorenöl und gab "Obenöl" zum Benzin hinzu.
Das ist leider alles, was ich zum Thema Teflon beitragen kann.
Grüße und Dank an die ausdauernden Leser
Andreas

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