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Question Feinstaubfahrverbote

  • John
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Re: Subject

18 Dec 2007 12:32
#21
Hanno Krieg postete
(bitte keine Mutmaßungen, mit Logik hat die Geschichte ja eh nichts zu tun...)

Grüße

Hanno
Hat es schon, nur nicht jede Logik passt jedem.
Wie sagte doch ein Philosoph schon vor langer Zeit so schön:

"Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Handeln der Menschen":

Aber zur Frage:

Es scheint darauf anzukommen, in welche Innenstadt man fahren will.
Folgendes habe ich dazu gefunden:

"Das Ganze ist eine Katastrophe", sagte Maximilian Maurer vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) zu SPIEGEL ONLINE. "Bei der Plaketten-Regelung kommt es immer darauf an, was eine Stadt daraus macht. In vielen Gemeinden werden sogar Oldtimer ausgesperrt – weil man die nicht nachrüsten kann."

Weltuntergangsstimmung; alle haben mein tiefes Mitgefühl.


Nach neuesten Erkenntnissen gibt es aber wohl doch Entwarnung:

Zum Thema Oldtimer, H-Kennzeichen und 07er-Nummer:

[...] Fahrer von klassischen Automobilen benötigen für die freie Fahrt durch ganz Deutschland keine Plakette. In Baden-Württemberg werden Autos, die vor 1971 gebaut wurden, als nicht nachrüstbar eingestuft und dürfen fahren. [auch ohne H-Kennzeichen!]

[...] Der Bundestag wollte es den Ländern überlassen, ob Oldtimer in Umweltzonen fahren dürfen. Doch der Bundesrat befürwortete eine bundeseinheitliche Regelung. Einem entsprechenden Bundesratsbeschluss hätte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) widersprechen müssen. Dies unterließ er auch vor dem Hintergrund, dass sich die für Mitte November geplante Verkündung der Kennzeichenverordnung und damit die Einführung von Umweltzonen verzögert hätte. Begründung des Bundesrates: "Die Anzahl solcher Fahrzeuge und deren geringe Fahrleistung rechtfertigen eine Ausnahme von den Fahrverboten."

Bundesweit wurden bisher rund 170 000 H-Kennzeichen ausgegeben. Gleich behandelt werden auch die roten 07-Wechselkennzeichen. Dieses Kennzeichen darf für mehrere alte Fahrzeuge verwandt werden, allerdings nur für stark eingeschränkte Fahrten. Weil beide Gruppen am Kennzeichen zu erkennen sind, bedarf es keiner Plakette. Baden-Württemberg schränkt auch den Aktionsradius von Fahrzeugen nicht ein, die vor 1971 gebaut wurden. "Vor diesem Zeitpunkt gab es keine Abgasvorschriften", erklärt dazu ein Sprecher des Umweltministeriums, "deswegen gehen wir davon aus, dass diese alten Autos nicht nachrüstbar sind."

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 2.11.07, in Auszügen.

Grüße

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  • BEN
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Re: Subject

18 Dec 2007 10:56
#22
Am 1.8.2007 geht es ja bei uns in Berlin mit Fahrverboten im Innenstadtbereich los.

Es heißt, dass auch Autos, die eine grüne Plakette bekämen, diese auch wirklich tragen müssten, ansonsten drohe Strafe inkl. Punkt.

Ich habe aber bis jetzt keine brauchbare Aussage über Oldtimer mit H-Zulassung gefunden; muss ich eine (rote) bestellen und darf dann wegen der H-Zulassung trotzdem fahren, oder brauche ich bei H-Zulassung wirklich keine Plakette?

Wer weiß Bescheid (bitte keine Mutmaßungen, mit Logik hat die Geschichte ja eh nichts zu tun...)

Grüße

Hanno

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  • Andy
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Re: Subject

02 Nov 2007 18:57
#23
Johannes Doms postete
Die alten Kategorieen links und rechts sind doch schon lange überholt.

NÖ!!!!!!!!


Es geht im Übrigen bei der Feinstaubdiskussion nicht um die Gesamtfahrleistung eines Autos, sondern um die Summe aller Feinstaubemissionen in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Da spielt es eine Rolle, ob das Auto ansonsten insgesamt 100 oder 10000 km im Jahr fährt.

WENN MAN IN MUC BEISPIELSWEISE DEN INNENSTADTVERKEHR VERFLÜSSIGEN ANSTATT IMMER NUR AUSBREMSEN WÜRDE, KÄME DAS MIT ERHEBLICH WENIGER FEINSTAUB ALLEN ZUGUTE!


Kat ist auch nicht eindeutig gut:
Es gibt Untersuchungen, die angeblich belegen, dass seit der weltweiten Einführung des Kat der Lungenkrebs signifikant zugenommen haben soll. Als Ursache wird vermutet: Feinstpartikel der Katalysatormetalle.


Sicher weniger Tote als durch passiv- und Aktivrauchen.


Bis zu einem gewissen Grade muss man eben damit leben, dass wir keine Chance haben, uns spurlos durch unsere Umwelt zu bewegen. Es wird immer eine Abwägungssache sein, weil es keine echten Kriterien gibt, was noch angemessen ist und was zu weit geht. Wenn man es schafft, diese Themen sachbezogen zu diskutieren und keine politischen Lagerdiskussionen daraus zu machen, dann hat man schon viel gewonnen.
Andreas

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Re: Subject

02 Nov 2007 13:30
#24
Glaube ich keineswegs; die Welt ist voll von sinnlosen und überflüssigen Regelungen. Aber es gibt auch sinnvolle.
Besuch uns mal im schönen Bayern. Die Ringleitung um den Chiemsee hat damals über eine Milliarde gekostet, Einleitungsverbote wurden erlassen (schon wieder neue Regelungen), die Landwirtschaft erhielt Auflagen (unter riesigem Protestgeschrei der Bauern) und dergleichen Schlimmes mehr, aber hier haben die Seen mittlerweile wieder Trinkwasserqualität. Das erhöht die Lebensqualität, zum Beispiel die von Andreas am Ammersee ;)

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  • Tobias
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Re: Subject

02 Nov 2007 12:39
#25
Johannes Doms postete
Tobias postete
..es gab noch nie so wenig Verkehrstote wie heute – trotz vervielfachter Verkehrsdichte . Und die allgemeine Lebenserwartung ist heute um 15 Jahre höher als noch vor 30 Jahren – trotz Krebserregern in jedem Furz. Wo also ist das Problem?

Hunde, wollt ihr ewig leben, fragt T.
Das Argument mit der höheren Lebenserwartung (Zitat F.J.Strauß): "wird durch ständige Wiederholungen nicht richtiger". Im Gegenteil, es führt sich in diesem Falle selber ad asurdum, da die höhere Lebenserwartung genau die Folge von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände sind, und zwar was die Ernährung, die Sicherheit und die Umweltbelastung angeht.
Es bleibt also denjenigen, die sich um eine Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenserwartung bemühen, nicht viel anderes übrig, als damit zu leben, dass der Erfolg Ihrer Bemühungen als Argument gegen ihre Bemühungen verwendet wird. Macht nichts, Schlagwortdiskussionen können ja auch mal ganz lustig sein.

Schwieriger wird es da schon mit dem Versuch herauszufinden, was denn nun eine Verbesserung der Lebenumstände ist. Dieses Problem versucht unsere Gesellschaft leider mit politisch motvierten Lagerdiskussionen zu lösen, und das hat noch nie vernünftige Ergebnisse erzeugt, wie man hier gut sehen kann.

nicht sehr hoffnungsvoll
..und du glaubst, die Lebensqualität wird durch immer mehr bemühte Reglementierung immer besser? In spätestens zehn Jahren wirst du in diesem Land nicht mal mehr einen Furz lassen dürfen, ohne dass dir der nette Nachbar die Ordnungshüter auf den Hals hetzen darf.

schon lange hoffnungslos

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Re: Subject

02 Nov 2007 11:46
#26
Tobias postete
..es gab noch nie so wenig Verkehrstote wie heute – trotz vervielfachter Verkehrsdichte . Und die allgemeine Lebenserwartung ist heute um 15 Jahre höher als noch vor 30 Jahren – trotz Krebserregern in jedem Furz. Wo also ist das Problem?

Hunde, wollt ihr ewig leben, fragt T.
Das Argument mit der höheren Lebenserwartung (Zitat F.J.Strauß): "wird durch ständige Wiederholungen nicht richtiger". Im Gegenteil, es führt sich in diesem Falle selber ad asurdum, da die höhere Lebenserwartung genau die Folge von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände sind, und zwar was die Ernährung, die Sicherheit und die Umweltbelastung angeht.
Es bleibt also denjenigen, die sich um eine Verbesserung der Lebensqualität und der Lebenserwartung bemühen, nicht viel anderes übrig, als damit zu leben, dass der Erfolg Ihrer Bemühungen als Argument gegen ihre Bemühungen verwendet wird. Macht nichts, Schlagwortdiskussionen können ja auch mal ganz lustig sein.

Schwieriger wird es da schon mit dem Versuch herauszufinden, was denn nun eine Verbesserung der Lebenumstände ist. Dieses Problem versucht unsere Gesellschaft leider mit politisch motvierten Lagerdiskussionen zu lösen, und das hat noch nie vernünftige Ergebnisse erzeugt, wie man hier gut sehen kann.

nicht sehr hoffnungsvoll

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  • Jan Paul
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Re: Subject

02 Nov 2007 11:22
#27
Natürlich gilt das für beide Seiten! Das ist ist Volkspolitik. Und Volkspolitik ist Doofpolitik. Leider.

Grüße Jan

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Re: Subject

02 Nov 2007 11:01
#28
Jan Paul postete
Was mich stört ist, den Egoismus durch argumentatives Brimborium als Gutmenschtum verkaufen zu wollen.n
Das gilt leider für beide Seiten. Zur aktuellen, unnötigen, 130 km/h Diskussion hätte ich einen Vorschlag den man mal ausprobieren könnnte. Alle Autofahrer, die gerne Höchsttempo 130 fahren wollen können ihre Autos elektronisch auf genau 130 begrenzen lassen. Sobald das mehr als 50% der deutschen Autofahrer gemacht haben, gilt Tempo 130 bundesweit....

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  • Tobias
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Re: Subject

02 Nov 2007 10:44
#29
..es gab noch nie so wenig Verkehrstote wie heute – trotz vervielfachter Verkehrsdichte . Und die allgemeine Lebenserwartung ist heute um 15 Jahre höher als noch vor 30 Jahren – trotz Krebserregern in jedem Furz. Wo also ist das Problem?

Hunde, wollt ihr ewig leben, fragt T.

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Re: Subject

02 Nov 2007 10:30
#30
Political correctness = links? Da geh mal nach Amerika, die werden dir zeigen, wie correct und gleichzeitig wenig links die sind. Da kannst Du schon für einen öffentlichen Fluch für 30 Tage weggesperrt werden. Die alten Kategorieen links und rechts sind doch schon lange überholt.


Es geht im Übrigen bei der Feinstaubdiskussion nicht um die Gesamtfahrleistung eines Autos, sondern um die Summe aller Feinstaubemissionen in einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Da spielt es eine Rolle, ob das Auto ansonsten insgesamt 100 oder 10000 km im Jahr fährt.

Kat ist auch nicht eindeutig gut:
Es gibt Untersuchungen, die angeblich belegen, dass seit der weltweiten Einführung des Kat der Lungenkrebs signifikant zugenommen haben soll. Als Ursache wird vermutet: Feinstpartikel der Katalysatormetalle.

Bis zu einem gewissen Grade muss man eben damit leben, dass wir keine Chance haben, uns spurlos durch unsere Umwelt zu bewegen. Es wird immer eine Abwägungssache sein, weil es keine echten Kriterien gibt, was noch angemessen ist und was zu weit geht. Wenn man es schafft, diese Themen sachbezogen zu diskutieren und keine politischen Lagerdiskussionen daraus zu machen, dann hat man schon viel gewonnen.

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Re: Subject

02 Nov 2007 10:15
#31
Andreas! Bin doch ganz bei dir. Was mich stört ist, den Egoismus durch argumentatives Brimborium als Gutmenschtum verkaufen zu wollen. Ich würde dem ADAC sofort viel näher stehen, wenn er offen aussprechen würde, was keiner laut sagen mag: "Es ist uns egal, ob unsere Ziele gut oder schlecht sind - aber wir sind ein paar Millionen!" Aber davor haben sie Schiss, die Millionen: so mit ihrem Gewissen auf du und du zu sein!

Als political correct gilt so eine Position allerdings nicht.

Unnachgiebig:
Jan

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Re: Subject

02 Nov 2007 09:25
#32
Hört doch auf mit der blöden political correctness! Die führt eh zu nix und ist immer nur links definiert.

Für den SM bekommen wir keinen Kat, weil es zuwenige sind. Weil es zuwenige sind, entsteht auch kaum Feinstaub.

Ich weiss jedenfalls SICHER, dass mein Volvo mit grüner Innenstadtplakette (political correct!!) ganz einfach schon aus der gegenüber meinen 4 Oldies ums zigfachen höheren Fahrleistung erheblich mehr Dreck rauslässt als die harmlosen Oldies.

Andreas

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  • Jan Paul
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Re: Subject

01 Nov 2007 18:33
#33
Ist ja verblüffend: Auch mal andere Töne! Find ich gut. Mir geht das Gezeter auch gegen den Strich. Es ist quasi vollkommen logisch und insofern unrelevant, dass ein Städter, der plötzlich sein Auto nicht mehr bewegen kann, sondern froh sein muss, wenn es ihm ein Landei zum justemeng stark gesunkenen Marktpreis abnimmt, nicht so begeistert ist von der neuen Regelung. Dass aus diesem - und freilich NUR aus diesem - Grund die Youngtimer neuerdings ambitionierte kopierte Protestschilder mit der scheinheiligen Silhouette eines Vorkriegsautomobils im Fenster hängen haben, ist daher auch eine kommunikative Nullnummer.

Selbstverständlich bin ich sehr froh, dass mein Auto als Kulturgut gesehen wird - was ganz nebenbei nur deshalb so ist, weil ich es aus ebenso eigennützigen Gründen einst in ein historisches Fahrzeug umgewandelt habe. So kann ich weiter in der Stadt herumknattern. Dass es genau genommen der Stadt gar nicht wirklich was nützt, wenn der Oldtimer in ihr herumgefahren wird, ist mir in dem Augenblick piepe! Reicht doch, dass es mir selbst was nützt.

Allerdings kann ich keinesfalls eine Lanze für schadstoffarme moderne Autos brechen. Wie viele es davon gibt und wie voll gerade die Städte damit gestopft sind, in welchen es hierzu reichlich Alternativen gibt, die sämtlicherweise viel gesünder und billiger sind und besser riechen, zeigt, dass Autofahren gerade in der Stadt immer noch zu billig und einfach ist.

Deshalb bin ich sehr gerne in diesem Verein hier Mitglied und nicht im bekloppten ADAC!

Beste Grüße
Jan

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Re: Subject

01 Nov 2007 17:25
#34
Als ich ich immer mit der ID gefahren bin, hatte ich auch immer einen schwarzen Fleck seitlich auf der Garagenwand, als der SM dann kam sah es endlich symmetrisch aus...

Ich bezweifle in keiner Weise, daß alle Autos giftigen Dreck produzieren, alte noch viel mehr. Aber es geht in der Fahrverbotsdiskussion nicht um Verhältnismäßigkeuten, auch nicht darum wieviel Dreck es macht ein neues Auto herzustellen, oder einen Hybridwagen aus Japan herbeizuschippern. Es ist einfach nur oberflächlich und einseitig was da beschlossen wurde.

Farben sind ja auch meistens giftig und es kommt ja auch niemand auf die Idee alte Gemälde zu verbieten, oder durch neue zu ersetzen.

Jetzt gibt ohnehin das ganze Theater um H-Kennzeichen und 07er-Nummern, damit ist es mehr als klar was ein Klassiker ist.

Mein Vorschlag:

Rechtssicherheit --> Ausnahme = Ende der Diskussion

Und dann bitte weiter mit wirksamen Umweltschutzmaßnahmen. Dampfplaudern belastet auch das Klima.

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Re: Subject

01 Nov 2007 17:00
#35
Hallo Carsten,
Kinder drehen nur deswegen nicht dabei ab, weil sie keine Alternative kennen und die Situation nicht reflektieren können.
Das zu tun ist Job der verantwortlichen Erwachsenen, der aber leider häufig genug vernachläsigt wird.
Man bringt es ja nicht einmal fertig, bei Lastwagen das Auspuffende nach oben zu verlegen. Seit Jahrzehnten pusten diese Stinker den Dreck immer schön in die Frischluftansaugung der überholenden oder im Stau links daneben stehenden Autos, aber immerhin wenigstens nicht rechts auf den Fußweg.

Ich finde, den Test, den Du vorgeschlagen hast, sollte man zur Pflichtübung bei den Verantwortlichen machen, die diese Situation zulassen. Es sind doch in solchen Fragen ohnehin nie die Betroffenen, die Entscheidungen treffen oder beeinflussen, sondern immer solche, die mit den Problemen, über die sie entscheiden, nie persönlich konfontiert werden. Da hat sich seit den 60ern nicht viel geändert.

Grüße vom Altrocker

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Re: Subject

01 Nov 2007 16:37
#36
Hi John,

ich kann nur folgenden Test jedem empfehlen: Verkehrsreiche Strasse, hinhocken, und 10 Minuten unten mit Kopf auch 60 oder 70 cm bleiben. Etwa 1 m von der Strasse entfernt.

Das Kinder nicht abticken dabei ist mir ein Rätsel. Aus der Höhe von fast 2m kann man gut drübergucken + die Luft ist ok, aber da unten..... auch LÄRM und die Geschwindigkeit, mit der die Karossen mit 70 an Dir vorbeijagen, nur übel.

Carsten

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Re: Subject

01 Nov 2007 16:04
#37
SOEG postete
Irgendwann muss doch mal in die Köpfe gehen, dass es sich um die Verhinderung von Feinstaub handelt und dass Benzinmotoren keinen Feinstaub produzieren. Auch wenn die Oldies noch so stinken.
Ich bin nicht so sicher, ob das auch wirklich so ist.
Vor ein paar Tagen habe ich eine DS 23 IE von einem Freund von mir in meiner Garage gestartet; 1 Meter links vom Auspuff habe ich nun einen großen pechschwarzen Fleck an der Wand, beim Rausfahren hat das Teil eine schwarze Spur gezogen, so viel Ruß habe ich selbst bei einem Diesel schon lange nicht mehr gesehen.
Liegt hier nur ein technischer defekt vor oder gibt es Ruß vielleicht doch bei alten Benzinmotoren? Vor allem, wenn, wie bei den älteren Motoren gerne üblich, eine Menge Motoröl mitverbrannt wird?

Im Übrigen: Wenn einer mal Kinder gesehen hat, die mit Atembeschwerden herumlaufen (besonders häufig in Großstädten an Verkehrsknotenpunkten) und er empfindet kein Mitleid mit diesem Leid, der liebt wohl Oldtimer mehr als Menschen.

Ich halte, bei allem Verständnis für ein gewisses Unverständnis, eine Umwelt, die unserer Gesundheit nicht schadet, für ein hohes Gut.

Werft mal einen Blick nach China; da wird die Zahl der Toten durch Umweltbelastung mittlerweile auf über 500000 pro Jahr geschätzt, alle 30 sec kommt angeblich ein missgebildetes Kind zur Welt, die Zahl der Geburtfehler steigt ständig.

Hier bei uns ist alles sehr viel besser (mittlerweile), aber gibt es hier irgendjemanden, der weiß, dass alles gut ist?

Grüße

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Re: Subject

01 Nov 2007 15:41
#38
Ja - davon hörte ich. Aber wie sieht die Praxis aus? Werden wir dann regelmäßig angehalten und böse gemahnt, weil das Buch so schludrig geführt ist? Und was ist mit der Stadtautobahn, die ab und zu die Ringbahn kreuzt? Darf man dann da kurz auf dem Standstreifen halten? Und wird man vielleicht auch geblitzt, wenn man unter der Brücke durchkommt und kriegt Ärger, weil der Blick auf die Straße gerichtet ist und nicht auf den km-Zähler?

Oder geht es ab, wie mit dem Fiskus und man muss das Heft am Jahresende einreichen und Tankquittungen beilegen, damit alles überprüft werden kann?

Ich denke wohl, dass es auf die Bereitschaft ankommen wird, sich alle paar Jahre mit den Ornungskräften auf einen Plausch über abgesägte Motoren und Lenkscheinwerfer einzulassen und dann ist die Sache mit einem Blick unter die Haube und dem fröhlichen Gelächter über den Witz mit dem Verbandskasten, der vielleicht schon so alt ist, wie das Auto, getan.

Oder wie?
Jan

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Re: Subject

01 Nov 2007 12:53
#39
Wenn Du unter der S-Bahnbrücke durchfährst mußt Du das ins Fahrtenbuch eintragen!

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Re: Subject

01 Nov 2007 12:39
#40
SOEG postete
Wo überall Umweltzonen eingerichtet werden, entscheiden Städte und Gemeinden selbst. Berlin wird beispielsweise ab 2008 eine 88 Quadratkilometer große Umweltzone im Innenstadtbereich einrichten.

Gute Nacht Berliner.
Aber Oldtimer dürfen rein. Mit Fahrtenbuch und km-Begrenzung - was für ein Quatsch - wie soll das gehen?

Beste Grüße
Jan

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